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demons Chapter 67

Riesenschlangen-Dämon

Also known as:
Rote-Schuppen-Riesenpython

Der Riesenschlangen-Dämon ist eine auf dem Qijue-Berg kultivierte Riesenschlange. Sie windet sich quer über den Berg und blockiert den gesamten Weg, sodass die Menschen in der Umgebung nicht vorbeikommen. Sie lebt davon, Reisende und Vieh zu verschlingen, und die Bauern in weitem Umkreis haben gegen sie nichts auszurichten. Am Ende zerreißt Sun Wukong ihr mit der Bauchdurchdringungstechnik die Eingeweide von innen heraus und tötet sie vollständig. Das ist Wukongs dritter Einsatz dieser Technik im ganzen Roman und zugleich sein größter innerer Kampf.

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Der Weg über den Qijue-Berg ist nicht einfach gesperrt - er ist selbst zur Straßensperre geworden. In Kapitel 67 hören die Pilger in Tuoluozhuang von einer riesigen Python, die „mehrere Dutzend Zhang“ lang ist und mit weit geöffnetem Maul wie ein Weidenkorb die ganze Bergstraße blockiert. Wer den Berg passieren will, muss praktisch über ihren Leib steigen; jedes Lebewesen, das sich nähert, wird verschlungen.

Die riesige Schlange des Qijue-Bergs: die größte Schlange des ganzen Buchs

Im Roman tauchen mehrere Schlangenmonster auf - der Schwarzgewandete Gelehrte war eine Schlangenart, der Rote-Schuppen-Python ebenfalls - doch der Dämon des Qijue-Bergs überragt sie alle. Mehrere Dutzend Zhang sind mehr als hundert Meter. Das ist keine „Schlange“ mehr im normalen Sinn, sondern eher ein beweglicher Fleischberg, der den Bergpfad füllt.

Diese Schlange ist kein gewöhnliches Tier. Sie hat auf dem Qijue-Berg viele Jahre kultiviert und ein gewisses geistiges Niveau erreicht, doch ihre Kultivierung hat sie nicht in die Richtung von Verwandlung oder Sprache geführt. Sie ist bei einer rein körperlichen Kultivierung geblieben: mehr Masse, mehr Härte, mehr Kraft. Ihre Waffen sind der eigene Leib, die steinharte Schuppenhaut und das Maul, das selbst ein ganzes Rind verschlingen kann.

Die Dorfbewohner von Tuoluozhuang haben nicht tatenlos zugesehen. Im Roman heißt es, man habe versucht, sie zu jagen, zu vergiften und sogar Daoisten um Zauberei gebeten - alles ohne Erfolg. Normale Messer durchdringen ihre Schuppen nicht; die Männer, die sie mit Speeren umringen, bleiben am Ende mit leeren Händen zurück. Von da an versteckt sich das Dorf, sobald die Schlange sich bewegt.

Wukongs dritte Bauchdurchdringung

Gegen den Riesenschlangen-Dämon geht Wukong nicht frontal mit dem Stab vor. Das wäre gegen eine über hundert Meter lange Python wenig effizient. Selbst wenn man einen Teil ihres Körpers zerschlägt, bleibt genug Schlange übrig, um sich weiter zusammenzurollen.

Wukong wählt deshalb die viel wirksamere Variante: Er geht hinein und greift von innen an. Die Bauchdurchdringungstechnik ist eine seiner klassischen Methoden. Zuvor hat er sie bereits in anderen Situationen eingesetzt - etwa nachdem er im Bauch eines verschluckenden Unholds die Oberhand gewonnen hatte. Doch hier ist die Besonderheit: Die Schlange hat ihn nicht verschluckt; er ist selbst hineingegangen.

In Kapitel 67 verwandelt sich Wukong in ein kleines Insekt und dringt durch die Nasenöffnung in den Körper der Schlange ein. Dort nimmt er wieder seine wahre Gestalt an, zieht den Goldenen-Hoheitsstab hervor und beginnt, im Inneren zu „rühren“ - ein Wort, das die Szene perfekt trifft. Er schlägt nicht einfach nur zu, sondern zerwühlt die Eingeweide, zerreißt Magen und Darm und bringt den Riesenschlangen-Dämon von innen zum Einsturz.

Die Schlange wirft sich draußen in wilder Panik herum und reißt ganze Baumreihen des Qijue-Bergs um. Sie windet sich immer enger zusammen - eine natürliche Reaktion von Schlangen auf inneren Schmerz. Doch Wukong kann nicht zerdrückt werden. Seine Kupferhaut und Eisenknochen halten stand, während die Schlange selbst innerlich zu Brei verarbeitet wird.

Als Wukong aus dem Maul wieder herauskommt, ist er mit Blut und Eingeweiden bespritzt. Bajie und Wujing starren ihn draußen entsetzt an. Wukong wischt sich nur den Schmutz ab und sagt sinngemäß: Der Weg ist frei.

Tuoluozhuangs Rettung

Nach dem Tod der Schlange kommen die Leute von Tuoluozhuang den Berg hinauf. Vor ihnen liegt eine riesige Schlangenkadaver, der von innen aufgerissen ist und dessen innere Organe verstreut herumliegen. Jahrzehntelange Angst wird in einem einzigen Bild ausgelöscht: Ein Mönch mit einem Eisenstab hat das Monster in einem halben Tag beendet.

Die Dankbarkeit der Dorfleute ist schlicht und direkt. Sie schlachten Schweine und Schafe, um die Pilger zu bewirten. Tripitaka isst als Mönch natürlich kein Fleisch, Wukong und Bajie schlagen jedoch kräftig zu. Diese Art von „Dorfrettung“ ist im Roman typisch: Der Held beseitigt das Übel, die Menschen danken mit einer Mahlzeit, und die Kausalität ist fürs Erste abgeschlossen.

Die Geschichte des Riesenschlangen-Dämons gehört damit zu den einfachen, fast archaischen Säuberungsgeschichten des Romans. Keine Hintermänner, keine magischen Besitzverhältnisse, kein kompliziertes Familienrecht - nur eine gewaltige Schlange, die den Weg blockiert, und Wukong, der sie von innen zerstört. Gerade diese Klarheit macht die Episode so stark.

Verwandte Figuren

  • Sun Wukong - der Held, der die Schlange mit der Bauchdurchdringungstechnik tötet
  • Tang Sanzang - der Mönch, dessen Weg durch den Qijue-Berg blockiert wird
  • Zhu Bajie - begleitet Wukong beim Vorstoß gegen die Schlange
  • Sha Wujing - begleitet Wukong ebenfalls auf dem Weg durch den Berg

Story Appearances

First appears in: Chapter 67 - Retten von Tuoluozhuang, Beruhigung der Chan-Natur; der Weg des Herzens wird von Schmutz und Unreinheit befreit

Tribulations

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