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Kapitel 10: Der alte Drachenkönig verstößt mit törichtem Plan gegen das Himmelgesetz, Kanzler Wei vertraut seinen Brief den Höllendienern an

Die Reise nach Westen, Kapitel 10: Der alte Drachenkönig verstößt mit törichtem Plan gegen das Himmelgesetz, Kanzler Wei vertraut seinen Brief den Höllendienern an

Die Reise nach Westen Kapitel 10: Der alte Drachenkönig verstößt mit törichtem Plan gegen das Himmelgesetz, Kanzler Wei vertraut seinen Brief den Höllendienern an Der alte Drachenkönig verstößt mit törichtem Plan gegen das Himmelgesetz, Kanzler Wei vertraut seinen Brief den Höllendienern an

Von Guangruis treuem Dienst und Xuanzangs Übung war nun nicht mehr zu sprechen. Vor Chang'an, am Ufer des Jing-Flusses, lebten zwei Gelehrte: ein Fischer namens Zhang Shao und ein Holzfäller namens Li Ding. Beide waren Männer, die die Prüfung nie bestanden hatten, aber als Leute vom Berg und aus dem Wald immerhin schreiben konnten.

Eines Tages hatten sie in Chang'an Brennholz und Karpfen verkauft, waren danach in eine Schenke gegangen, hatten halb berauscht getrunken und kehrten mit je einem Krug am Jing-Flussufer langsam heim. Zhang Shao sagte: „Bruder Li, ich denke, wer nach Ruhm strebt, verliert dabei Leib und Leben; wer nach Gewinn greift, verliert sich selbst; wer einen Rang erhält, schläft mit dem Tiger; wer Gnade empfängt, hat die Schlange im Ärmel. Verglichen damit ist es doch besser, wenn wir schöne Wasser und klare Berge haben, frei und gelassen leben, uns mit Schlichtem begnügen und dem Schicksal folgen.“

Li Ding sagte: „Bruder Zhang, du sprichst recht. Nur dein schönes Wasser ist mir nicht so lieb wie mein schöner Berg.“ Zhang Shao sagte: „Dein Berg ist nicht so schön wie mein Wasser.“ Dann trug er als Beweis ein Lied im Stil von „Butterfly Loves Flower“ vor:

Tausend Meilen Nebel und Wellen, ein kleines Boot,
still lehnt es am einsamen Segel, der Duft von Xi Shi weht ringsum.
Wer Sorgen auswäscht und das Herz reinigt, begehrt Ruhm und Gewinn nur wenig;
gelassen klettern wir an Schilf und Rohrkolben.
Einige Sandmöwen tun dem Geist gut,
an Weidenufern und Rohrbuchten lachen Frau und Kind gemeinsam.
Nach einem tiefen Schlaf sind Wind und Wellen weg,
kein Ruhm, keine Schande, keine Sorge bleibt.

Li Ding sagte: „Dein Wasser ist schön, aber mein Berg ist schöner.“ Auch er trug ein Lied im Stil von „Butterfly Loves Flower“ vor:

Ein Streifen Wolkenwald ist voller Kiefernblüten,
still lausche ich dem Singen der Pirolen, als wären es Pfeifen.
Rot und Grün, Blüten und Blätter, der Frühling ist warm;
plötzlich kommt der Sommer und die Zeit wendet sich.
Dann ist auch der Herbst bald da und wechselt leicht,
gelbe Blüten duften und laden zum Schauen ein.
Rasch kommt der strenge Winter wie mit dem Finger gezählt,
ruhig ziehen die vier Jahreszeiten dahin, ohne dass sich jemand kümmert.

Der Fischer sagte: „Dein Berg ist nicht so schön wie mein Wasser. An meinem Wasser gibt es auch gute Dinge.“ Er zitierte ein Lied im Stil von „Ziege und Lerche“:

In der Wolken- und Wasserheimat ist der Lebensunterhalt reichlich,
mit Ruderstange und Boot zu leben ist wie ein Zuhause.
Frischen Fisch aufschneiden und grüne Schildkröten kochen,
auch Purpurkrabben und rote Garnelen dämpfen.
Grüne Schilftriebe, Wasserwinden-Sprossen,
Wasserkastanien und Hasenaugenfrüchte sind ebenso lobenswert.
Zarte Lotuswurzeln, alte Lotusblumen, Sellerieblätter und junge Seggen
sind allesamt köstlich.

Der Holzfäller sagte: „Dein Wasser ist schön, aber mein Berg ist schöner. Auch bei mir gibt es gute Dinge.“ Er zitierte ebenfalls ein Lied im Stil von „Ziege und Lerche“:

Hoche Berge reichen bis an den Himmel,
Strohhütte und Lehmhütte sind mein Heim.
Eingemachte Hühner, Gänse und Enten, Krabben und Schildkröten,
Rehe, Hasen und Wild sind besser als Fisch und Garnelen.
Blattspitzen der Chinakirsche, Knospen des Gelben Neembaums,
Bambussprossen und Bergtee sind noch lobenswerter.
Purpurpflaumen, rote Pfirsiche, Pflaumen und Aprikosen reifen,
süße Birnen, saure Jujuben und Osmanthusblüten duften.

Der Fischer sagte: „Wahrhaftig, dein Berg ist meinem Wasser nicht überlegen. Auch an meinem Wasser gibt es noch mehr Genuss.“ Er trug ein Lied im Stil von „Himmlischer Unsterblicher“ vor:

Ein kleines Boot folgt, wohin es soll,
auf den vielen Wellen gibt es keine Furcht.
Mit Angel und Netz fängt man frischen Fisch,
ohne Würze und Fett, und gerade deshalb schmeckt er.
Die alte Frau und die Kinder freuen sich über den Ertrag.
Viel Fisch wird in Chang'an verkauft und gegen guten Schnaps eingetauscht.
Den Regenmantel legt man als Decke über den Herbstfluss und schläft,
ohne Sorgen, ohne Verlangen nach Ruhm und Reichtum.

Der Holzfäller sagte: „Dein Wasser ist schön, aber mein Berg ist noch schöner.“ Auch er trug ein Lied im Stil von „Himmlischer Unsterblicher“ vor:

Einige Dächer aus Lehm und Schilf stehen am Berg,
Kiefern, Bambus, Pflaumen und Orchideen sind wahrlich liebenswert.
Durch Wald und Berge gehe ich, um trockenes Holz zu suchen;
niemand tadelt mich, ich verkaufe es einfach.
Wenig oder viel, das hängt von der Welt ab.
Geld tausche ich gegen Schnaps und bin damit zufrieden.
Betrunken schlafe ich unter den Kiefern,
ohne Last, ohne Vorteil, ohne Unterschied zwischen Aufstieg und Niedergang.

Der Fischer sagte: „Bruder Li, dein Leben im Berg ist nicht so vergnüglich wie mein Geschäft auf dem Wasser.“ Dann trug er ein Lied im Stil von „Westlicher Flussmond“ vor:

Rote Wasserlilien blühen dicht und spiegeln den Mond,
gelbe Rohrblätter schaukeln durcheinander im Wind.
Der blaue Himmel ist klar und fern, der Fluss des Chuci ist leer;
die Wellen ziehen, und ein ganzer Teich von Sternen bewegt sich.
Große Fische schwimmen im Netz wie in einer Reihe,
kleine Barsche schlucken die Haken massenhaft.
Was wir herausziehen und kochen, schmeckt besonders kräftig,
und wir lachen laut am Fluss und übertönen alles.

Der Holzfäller sagte: „Bruder Zhang, dein Geschäft auf dem Wasser ist ebenfalls nicht so lebhaft wie meines im Gebirge.“ Auch er zitierte ein Lied im Stil von „Westlicher Flussmond“:

Verwelkte Blätter und dürre Ranken bedecken den Weg,
zerbrochene Zweige und altes Bambus füllen den Berg.
Wilder Wein und vertrockneter Kudzu ranken durcheinander,
wir schneiden sie ab und binden sie zu Bündeln.
Von Insekten zerfressene Ulmen und Weiden sind hohl,
Wind hat die Spitzen von Kiefern und Zedern abgebrochen.
Was wir einsammeln, stapeln wir für den Winter,
und gegen Schnaps und Geld tauschen wir es ein.

Der Fischer sagte: „Auch wenn dein Berg mithalten kann, ist er doch nicht so still und anmutig wie mein Wasser.“ Dann trug er ein Lied im Stil von „Am Fluss die Unsterblichen“ vor:

Wenn die Flut sinkt, rudere ich mit meinem kleinen Boot heim,
tief in der Nacht höre ich auf zu rudern und singe.
Der halbe Mond und der Regenmantel sind hier wunderbar still;
schlafende Möwen schrecken nicht auf, am Horizont öffnet sich der bunte Wolkenrand.
Müde liege ich am Schilfstrand und habe nichts zu tun,
wenn die Sonne dreispännig hoch steht, geht es langsam weiter.
Ich richte alles nach meinem eigenen Willen,
die Beamten frieren schon im Warten auf den Morgen, doch mir ist es leicht ums Herz.

Der Holzfäller sagte: „Dein Wasser mag still und vornehm sein, aber mein Berg ist noch stiller und vornehmer.“ Und er trug ebenfalls ein Lied im Stil von „Am Fluss die Unsterblichen“ vor:

Auf dem schmalen Weg aus Herbstkraut gehe ich mit der Axt,
in der Abendkühle trage ich die Last heim.
Wilde Blumen stecke ich ins Haar, und das ist wahrlich seltsam schön;
ich schlage die Wolken auseinander, suche den Weg und rufe an der Tür.
Kinder und Frau freuen sich und empfangen mich lachend,
Grasbett und Holzkissen sind schief und bequem.
Ich dampfe Birnen und koche Hirse und richte alles gleich zu,
wenn der neue Wein im Fass reift, ist das ein kräftiger, stiller Stolz.

Der Fischer sagte: „Das alles sind doch nur unsere Erwerbsarten, die unsern Lebensunterhalt sichern. Dir fehlt aber der Vorteil meiner Mußezeit.“ Dann trug er ein Gedicht vor:

Gelassen sehe ich die weißen Kraniche am Himmel fliegen,
und am Bachrand halte ich mein Boot an und verschließe die grüne Tür.
Am Heck lehne ich mich an und lasse meinen Sohn die Hakenleine drehen,
nach dem Rudern trockne ich mit meiner Frau die Netze.
Der Sinn ist ruhig, und wahrhaftig ist das Wasser still;
der Leib ist geborgen, darum spürt man den Wind nur schwach.
Grüne Regenkleidung und schwarzer Hut sind stets passend,
besser als die violette Beamtenrobe am Hof.

Der Holzfäller sagte: „Deine Mußezeit ist nicht so gut wie meine Mußezeit.“ Auch er trug ein Gedicht vor:

Gelassen sehe ich die schwebenden weißen Wolken ziehen,
allein sitze ich in der Lehmhütte und schließe die Bambustür.
Wenn nichts anliegt, lehre ich das Kind lesen und Bücher aufschlagen,
manchmal spiele ich mit Gästen ein Brettspiel.
Wenn ich gute Laune habe, stütze ich mich auf den Stock und singe auf dem blumigen Weg,
wenn mich die Lust packt, nehme ich die Zither und gehe auf den grünen Hang.
Gras-Schuhe, Hanfgürtel und grobe Decke sind genug,
mein Herz ist weit und frei, viel besser als Seide und Brokat.

Zhang Shao sagte: „Bruder Li, wir beide können wirklich leise Verse sprechen und brauchen weder Trommelschläge noch Goldbecher. Aber bloße Liedkunst ist nichts Besonderes. Lasst uns lieber ein paar Zeilen aneinanderfügen und sehen, wie sich unser Fischer-und-Holzfäller-Gespräch anhört.“ Li Ding sagte: „Bruder Zhang, das ist ausgezeichnet. Bitte fang du an.“

Mein Boot liegt im grünen Wasser und im Dunst der Wellen,
mein Haus steht im tiefen Berg und in der weiten Wildnis.
Am liebsten sehe ich die Frühlingsflut am Bachsteg steigen,
am liebsten auch die Morgenwolken über den Felskuppen.
Frische Karpfen vom Drachen-Tor koche ich oft,
dürres Holz, von Insekten zerfressen, brenne ich täglich.
Angeln und Netze genügen, um den Alten zu versorgen,
ein Tragband und ein Seil reichen bis ans Ende.
Auf dem kleinen Boot liege ich auf dem Rücken und sehe die Wildgänse fliegen,
auf dem Grasweg lehne ich mich schräg und höre die Gänse rufen.
Auf dem Markt der Zungen und Worte gehöre ich nicht dazu,
im Meer des Für und Wider sieht man mich kaum.
Am Bach hänge ich meine Seide zum Trocknen auf wie Brokat,
auf dem Stein schärfe ich die Axt neu wie eine Klinge.
Im Herbstmond fische ich stets allein,
im stillen Frühlingsberg begegnet mir niemand.
Fisch tausche ich gegen Wein und trinke mit meiner Frau,
Holz bleibt übrig, und ich kaufe dafür Krüge zusammen mit meinem Sohn.
Ich singe und trinke nach Lust und Laune,
lange singe und seufze ich dem wilden Wind entgegen.
Ich rufe Brüder und Schwestern, um die Bootsgesellen einzuladen,
ich hole Freunde und Gefährten, um die alten Bauern zu versammeln.
Bei Trinkspielen und Faustreimen geht der Becher oft herum,
beim Zerlegen von Karten und bei Wortspielen geht die Glocke weiter.
Garnelen kochen und Krabben braten machen jeden Morgen Freude,
Enten braten und Hühner schmoren bringen jeden Tag Fülle.
Meine einfältige Frau kocht Tee mit leichter Gelassenheit,
meine Bergfrau bereitet das Essen mit ruhiger Hand.
Morgens hebe ich den Stock und schöpfe leichte Wellen,
wenn die Sonne aufgeht, trage ich Brennholz über den großen Graben.
Nach dem Regen ziehe ich den Regenumhang an und fange lebende Karpfen,
vor dem Wind schwinge ich die Axt und fälle trockene Kiefern.
Ich verberge mich vor der Welt und stelle mich töricht und dumm,
ich verberge Name und Stand und spiele taub und stumm.

Zhang Shao sagte: „Bruder Li, ich habe vermessen begonnen; nun bist du an der Reihe. Fang du mit einer Zeile an, und ich setze fort.“

Den Wind und den Mond spiele ich verrückt als Mann der Berge,
in Fluss und Seen lebe ich stolz als alter Restmann.
Ich bin frei und ungebunden und folge meiner Gelassenheit,
kein Wortgewitter höre ich, und ich freue mich über den Frieden.
In Mondnächten schlafe ich sicher in der Lehmhütte,
wenn es dämmert, ist mein Körper nur leicht mit Bambuskleid bedeckt.
Ich schließe Freundschaft mit Kiefern und Pflaumen, ohne Gefühlsüberschwang,
ich verknüpfe Freude mit Möwen und Reihern zu einem Bund.
In meinem Herzen kalkuliere ich nicht mit Ruhm und Gewinn,
an meinen Ohren klingt kein Kriegslärm.
Zu jeder Zeit ein Schluck des duftenden Bieres,
täglich drei Mahlzeiten aus Waldgemüse.
Zwei Bündel Brennholz sind mein Lebensunterhalt,
eine Angelrute und ein Faden mein Gewerbe.
Gelassen rufe ich die Kinder, den Stahlbeil zu wetzen,
still rufe ich die Tollpatsche, das alte Netz zu flicken.
Wenn der Frühling kommt, freue ich mich über das Grün der Weiden,
wenn das Wetter milder wird, über das Schilfgrün.
Im Sommer suche ich Schatten in neuem Bambus,
im Juni kühle ich mich ab und pflücke zarte Wasserkastanien.
Beim Frost schlachte ich gern fette Hühner,
am Doppelsiebzigsten koche ich Krabben rechtzeitig.
Im Winter schlafe ich noch, wenn die Sonne aufgeht,
selbst in den neun kalten Tagen friere ich nicht.
Zu allen acht Festen lasse ich im Berg den Sinn frei,
zu allen vier Jahreszeiten im See mein Gemüt wandern.
Holz sammeln ist von selbst ein unsterbliches Vergnügen,
Angeln trägt keinerlei weltliche Form.
Vor der Tür duften wilde Blumen dicht und schön,
am Bug glitzert das grüne Wasser ruhig.
Ich spreche nicht über die Würden der drei hohen Beamten,
mein Wesen ist ruhig und stärker als eine zehn Li lange Stadtmauer.
Die zehn Li hohe Stadtmauer schützt das Amt mit strengen Toren,
die Würde der drei Beamten hört auf des Kaisers Ruf.
Berge und Wasser zu lieben ist wahrlich selten,
dem Himmel und der Erde zu danken, ja den Göttern zu danken.

Nachdem beide so Verse und Zeilen aneinandergefügt hatten, kamen sie an die Weggabelung und verbeugten sich zum Abschied. Zhang Shao sagte: „Bruder Li, bleib auf dem Weg vorsichtig und sieh am Berg genau nach dem Tiger. Wenn es gefährlich wird, dann gilt: ,Morgen werden am Markt weniger alte Bekannte stehen.‘“ Li Ding wurde zornig und sagte: „Du Faulpelz! Ein guter Freund kann den Tod mittragen, warum verwünschst du mich? Wenn ich einem Tiger begegne und sterbe, wirst du ganz gewiss vom Fluss verschlungen.“ Zhang Shao sagte: „Ich werde nie im Leben in den Fluss fallen.“

Li Ding sagte: „Der Himmel hat unberechenbare Wolken, und der Mensch hat nur vorübergehendes Glück und Unglück. Wie kannst du wissen, dass dir nichts geschieht?“ Zhang Shao sagte: „Bruder Li, auch wenn du das sagst, du hast es noch nicht durchschaut. Mein Geschäft ist leichter zu durchschauen; mir wird gerade so etwas nicht geschehen.“ Li Ding fragte: „Dein Geschäft auf dem Wasser ist doch am gefährlichsten. Welche Sicherheit kannst du da überhaupt haben?“ Zhang Shao sagte: „Du weißt das nicht.

In Chang'an, in der Weststraße, lebt ein Wahrsage-Meister. Jeden Tag bringe ich ihm einen goldenen Karpfen, und er gibt mir aus dem Ärmel einen Spruch. Was immer ich nach seiner Richtung tue, gelingt mir genau. Heute gehe ich wieder zu ihm; er hat mir gesagt, ich solle am östlichen Kopf der Jing-Fluss-Biegung das Netz auswerfen und am Westufer den Haken auswerfen, dann würde ich gewiss vollbeladen mit Fischen und Garnelen heimkehren.

Morgen komme ich in die Stadt, verkaufe sie gegen Geld und kaufe Schnaps, und dann sehen wir uns wieder.“ So trennten sich die beiden.

Genau hier gilt: „Auf dem Weg spricht man, aber im Gras hat schon jemand zugehört.“ Im Wasserpalast des Jing-Flusses war nämlich ein diensthabender Wassertief-Geisterritter, der diese Worte hörte, flugs in den Kristallpalast zurückkehrte und dem Drachenkönig eilig meldete: „Es gibt großes Unglück!“ Der Drachenkönig fragte: „Welches Unglück?“ Der Geisterritter sagte: „Ich patrouillierte am Fluss und hörte am Ufer zwei Leute, Fischer und Holzfäller, miteinander reden. Beim Abschied sprachen sie sehr schlimm. Der Fischer sagte: ,In der Weststraße von Chang'an lebt ein Wahrsage-Meister. Er kann am besten rechnen. Jeden Tag gebe ich ihm einen Karpfen, und er gibt mir aus dem Ärmel einen Orakelspruch, der immer stimmt. Wenn das wirklich so zutrifft, dann werden die Wasserwesen doch restlos ausgerottet. Wie sollen wir dann den Wasserpalast schmücken, Wellen schlagen und Euer Ansehen unterstützen?‘“

Der Drachenkönig geriet in Wut, griff sofort zum Schwert und wollte nach Chang'an ziehen, um den Wahrsager umzubringen. Da traten Drachenprinzen, Drachenenkel, Garnelenbeamte, Krabbengeneräle, der Minister der Schmeltfische, der kleine Hofrat der Barsche und der Kanzler der Karpfen hervor und meldeten: „Euer Majestät, beruhigt Euch erst.

Man sagt doch: ,Worte, die man am Ohr vorbeigehen hört, soll man nicht glauben.‘ Wenn Ihr jetzt geht, wird Euch gewiss Wolke und Regen folgen, und der Himmel könnte sich über die Bevölkerung von Chang'an empören. Euer Majestät ist verborgen und offen zugleich, wandelbar und unvorhersehbar; verwandelt Euch lieber in einen Gelehrten und geht selbst einmal nach Chang'an, um nachzuforschen. Wenn es solche Leute wirklich gibt, kann man sie immer noch vernichten. Wenn es sie nicht gibt, wäre es doch sinnlos, andere unschuldig zu schädigen.“

Der Drachenkönig folgte dem Rat, legte das Schwert weg, rief weder Wolken noch Regen herbei, stieg ans Ufer, verwandelte sich mit einem Ruck in einen weißgekleideten Gelehrten und war wahrlich:

Würdige Haltung und großes Ansehen, förmlich aus Felsen und Himmel herausragend. Sein Gang war ordentlich und gesetzestreu, seine Worte kannten Konfuzius und Mengzi, seine Manieren entsprachen Zhou Wen. Er trug ein jadefarbenes Seidengewand und auf dem Kopf einen lockeren Einstrich-Hut.

Er ging auf die Straße, schob sich durch die Wolkenbahn und gelangte direkt in die Weststraße von Chang'an. Dort sah er eine Menschenmenge, dicht gedrängt und lärmend. Einige diskutierten lautstark: „Wer im Zeichen des Drachen geboren ist, stößt auf den Hund, und wer im Zeichen des Tigers geboren ist, stößt auf den Affen. Auch wenn Yin, Chen, Si und Hai zusammen eine gute Konstellation bilden, muss man doch die Tage und Jahre des Herrschers fürchten.“ Der Drachenkönig hörte dies und wusste sofort: Hier muss die Wahrsagerei sein. Er trat näher, teilte die Menge und sah hinein.

Dort sah er vier Wände voller Perlen und Edelsteine, den ganzen Raum mit Brokat und Seide geschmückt. Duftende Bronzegefäße gaben unablässig Weihrauch ab, Wasser in den Keramikvasen war klar wie Jade. An den Seiten hingen Bilder im Stil Wang Weis, oben schwebten die Formen des Geomanten Guigu. Am Tisch lagen Duanxi-Reibstein, goldene Tusche und dicker Pinsel; daneben standen acht Trigramme und die Zahlenschriften des Guo Pu, sauber geordnet mit den neuen Lehrbüchern. Er beherrschte die sechs Linien, war in den acht Trigrammen bewandert, kannte die Ordnung von Himmel und Erde und verstand die Gefühle von Geistern und Göttern. Ein einziger Satz ordnete bereits Tag und Nacht, sein Bauch war klar wie das Sternenfeld. Vergangene und zukünftige Dinge sah er wie im Mondspiegel; die Auf- und Abstiege einiger Familien erkannte er wie ein Gott. Er entschied sicher zwischen Unheil und Glück, sprach über Tod und Leben, und wenn er Wind und Regen ansprach, geschah alles in Sekundenschnelle. Auf seinem Schild stand sein Name: Meister Yuan Shoucheng.

Wer war dieser Mann? Es war der Onkel des amtierenden Himmelsobservatoriums-Meisters Yuan Tiangang, eben jener Yuan Shoucheng. Der Meister sah in der Tat ungewöhnlich aus, mit vornehmem Antlitz und edler Erscheinung; sein Ruhm erfüllte das Reich, seine Kunst war die beste in Chang'an. Der Drachenkönig trat ein und begrüßte ihn. Nach den Höflichkeiten bat der Meister ihn, sich zu setzen, und ein Knabe reichte Tee. Dann fragte er: „Worum bittet Ihr bei mir?“ Der Drachenkönig antwortete: „Ich möchte das Wetter des Himmels wissen.“ Der Meister zog aus dem Ärmel einen Spruch und sagte: „Nebelschwaden verhüllen den Berggipfel, Dunst bedeckt die Baumwipfel. Wenn Ihr nach Regen fragt, dann gewiss morgen.“

Der Drachenkönig fragte: „Zu welcher Stunde regnet es morgen? Und wie viele Zoll Regen werden es sein?“ Der Meister sagte: „Morgen wird es um die Drachenstunde Wolken geben, um die Schlangenstunde donnert es, zur Pferdestunde fällt der Regen, und in der Schafsstunde ist die Wassermenge voll; insgesamt drei Fuß, drei Zoll und vierundvierzig Tropfen.“ Der Drachenkönig lachte: „Solche Worte darf man nicht zum Spaß sagen.

Wenn morgen wirklich Regen fällt und Uhrzeit und Menge genau mit deinem Spruch übereinstimmen, dann gebe ich dir fünfzig Tael Gold als Dank. Wenn es aber keinen Regen gibt oder Zeit und Menge nicht stimmen, dann sage ich dir offen: Ich werde dein Haus zunichtemachen, dein Schild zerreißen und dich sofort aus Chang'an jagen, damit du hier nicht länger die Menschen täuschst.“ Der Meister antwortete froh: „Das überlasse ich ganz dir. Bitte, bitte. Wir sehen uns morgen nach dem Regen wieder.“

Der Drachenkönig verabschiedete sich, verließ Chang'an und kehrte zum Wasserpalast zurück. Die kleinen und großen Wassergeister empfingen ihn und fragten: „Wie verlief die Erkundung beim Wahrsager?“ Der Drachenkönig antwortete: „Ja, ja, ja. Er ist nur ein geübter Zungenreiter und Frühlingsschmeichler.

Ich fragte ihn, wann Regen fällt, und er sagte, morgen regnet es. Ich fragte nach Stunde und Menge, und er sagte: Drachenstunde Wolken, Schlangenstunde Donner, Pferdestunde Regen, Schafsstunde volle Wassermenge, drei Fuß, drei Zoll und vierundvierzig Tropfen. Mit ihm habe ich gewettet: Wenn seine Worte wahr sind, gebe ich ihm fünfzig Tael; wenn nur ein wenig danebenliegt, zertrümmere ich sein Haus und vertreibe ihn aus Chang'an, damit er das Volk nicht länger täuscht.“

Die Wasserwesen lachten: „Euer Majestät ist doch der große Oberaufseher aller acht Flüsse und der regierende Drache für Regen und Gewässer. Ob es regnet oder nicht, das wisst nur Ihr. Wie sollte er so törichte Worte wagen? Der Wahrsager wird gewiss verlieren, gewiss verlieren.“

Zu dieser Zeit hatten der Drachenprinz und der Drachenenkel zusammen mit dem Fischbeamten und dem Krabbengeneralen gerade fröhlich über die Sache gesprochen, da hörten sie im Himmel rufen: „Jing-Fluss-Drachenkönig, empfangt den Erlass!“ Alle blickten hinauf. Es war ein goldgekleideter Kraftträger, der das kaiserliche Edikt des Jadekaisers hochhielt und direkt auf den Wasserpalast zukam. Der Drachenkönig erschrak, richtete seine Kleidung und empfing ehrfürchtig das Edikt mit Weihrauch.

Der goldgekleidete Kraftträger kehrte in den Himmel zurück. Der Drachenkönig dankte für die Gnade und öffnete das Siegel. Darauf stand:

Befehl an den Oberen der Acht Flüsse,
Donner und Blitz zu entsenden und zu handeln:
Morgen soll Regen niedergehen,
damit Chang'an umfassend versorgt werde.

Die Zeit, die Stunde und die Menge auf dem Befehl stimmten mit den Vorhersagen des Meisters haargenau überein. Der Drachenkönig erschrak zutiefst. Bald fasste er sich wieder und sagte zu den Wasserwesen: „Auf der Welt gibt es wirklich einen solchen geistigen Menschen; er versteht wahrhaft die Ordnung von Himmel und Erde. Wie könnte ich da gegen ihn gewinnen?“ Der Minister der Schmeltfische meldete: „Euer Majestät, beruhigt Euch.

Es ist nicht schwer, ihn zu besiegen. Ich habe einen kleinen Plan; ich werde sicher die Lippen dieses Kerls zum Schweigen bringen.“ Der Drachenkönig fragte nach dem Plan. Der Minister sagte: „Wenn der Regen zur falschen Stunde kommt oder die Tropfenzahl nur leicht verändert ist, dann stimmt sein Orakel nicht. Dann brechen wir sein Schild entzwei und jagen ihn fort. Was daran schwierig sein soll?“ Der Drachenkönig folgte diesem Rat und machte sich keine Sorgen mehr.

Am nächsten Tag stellte er Windgott, Donnergott, Wolkenjungen und Blitzmutter auf und stieg bis in den neunten Himmel über Chang'an. Er wartete bis zur Schlangenstunde, um Wolken zu bilden, bis zur Pferdestunde, um Donner zu schlagen, und bis zur Schafsstunde, um den Regen fallen zu lassen; erst zur Affenstunde hörte es auf. Es waren aber nur drei Fuß und vierzig Tropfen. Er hatte ihm eine Stunde geändert und drei Zoll und acht Tropfen unterschlagen.

Nach dem Regen entließ er die Götter und befahl ihnen, zurückzukehren. Dann senkte er selbst die Wolken und verwandelte sich wieder in den weißgekleideten Gelehrten. Er stürmte in die Weststraße, in Yuan Shouchengs Wahrsagebude, und ohne ein Wort zu sagen, schleuderte er Schild, Pinsel und Reibstein zu Boden und zerbrach sie. Der Meister saß ruhig auf seinem Stuhl und rührte sich nicht.

Da hob der Drachenkönig ein Türbrett auf und schlug damit zu, während er schimpfte: „Du Dämon, der du Unheil und Glück mit Lügen verkündest, du frecher Mann, der die Leute verführt! Deine Weissagung ist falsch, und deine Worte sind völlig verfehlt. Du hast die Uhrzeit von heute und die Tropfenzahl überhaupt nicht richtig getroffen. Und doch sitzt du da so selbstgefällig. Mach schnell, dass du gehst, und ich verschone dir den Tod!“ Yuan Shoucheng fürchtete sich dennoch nicht im Geringsten. Er hob das Gesicht zum Himmel und lachte kalt: „Ich fürchte mich nicht, ich fürchte mich nicht. Ich habe keine Todesstrafe zu erwarten; eher hast du selbst die Todesstrafe. Andere kann man täuschen, mich nicht. Ich erkenne dich: Du bist kein Gelehrter, sondern der Jing-Fluss-Drachenkönig.

Du hast den kaiserlichen Befehl des Jadekaisers missachtet, Stunde und Tropfenzahl verändert und gegen das Himmelgesetz verstoßen. Auf der Schinderdrachenplattform wirst du wohl kaum einem Hieb entgehen; und du wagst es noch, mich hier zu beschimpfen?“ Als der Drachenkönig das hörte, wurde er vor Schreck bleich und zitterte am ganzen Leib. Hastig warf er das Türbrett weg, richtete seine Kleidung und fiel vor dem Meister nieder: „Bitte nehmt mir meine Worte nicht übel. Das vorhin war nur ein Scherz. Wer hätte gedacht, dass aus einem Scherz Wahrheit wird und ich tatsächlich gegen das Himmelgesetz verstoße? Was soll ich nun tun? Bitte rettet mich; sonst lasse ich Euch auch im Tod nicht los.“ Yuan Shoucheng sagte: „Ich kann Euch nicht retten. Ich kann Euch nur einen Weg zum Weiterleben zeigen.“ Der Drachenkönig sagte: „Dann bitte ich um Belehrung.“ Der Meister sagte: „Morgen zur dritten Viertelstunde der Mittagsstunde müsst Ihr vor dem Menschenrichter Wei Zheng erscheinen, um hingerichtet zu werden. Wenn Ihr wirklich leben wollt, müsst Ihr sofort zum heutigen Tang-Kaiser gehen und ihn darum bitten. Wei Zheng ist Kanzler unter dem Tang-Kaiser; wenn Ihr ihn persönlich um Gnade bittet, könnt Ihr Euch retten.“ Der Drachenkönig dankte unter Tränen und ging davon. Der rote Sonne ging unter, der Mond des Dunkels stieg auf.

Der Rauch lag wie violetter Dunst über dem Berg, müde kehrten Krähen heim;
auf dem langen Weg suchen Reisende die Herberge.
Am Fährplatz schlafen die neuen Wildgänse im Sand;
die Milchstraße erscheint, die Nachtwachen rufen,
im einsamen Dorf flackert kein helles Licht.
Wind bewegt den Rauch des Ofens in der stillen Klosterhalle,
im Traum der Schmetterlinge sieht man keine Menschen.
Der Mond verschiebt die Blütenschatten auf das Geländer,
Sternenlicht wirbelt, und das Wasserrad wechselt seinen Klang.
Unversehens ist die Nacht tief und halb vorbei.

Der Jing-Fluss-Drachenkönig kehrte nicht einmal in den Wasserpalast zurück, sondern blieb in der Luft. Gegen Mitternacht sammelte er Wolken und Nebel ein und ging direkt zum Palasttor des Kaiserhofes. Zu dieser Zeit war Taizong gerade aus dem Palast getreten und ging im Mondlicht unter den Blüten spazieren.

Plötzlich verwandelte sich der Drachenkönig in Menschengestalt, trat vor und kniete nieder, während er rief: „Majestät, rettet mich, rettet mich.“ Taizong fragte: „Wer seid Ihr? Ich werde Euch retten.“ Der Drachenkönig sagte: „Eure Majestät ist ein wahrer Drache, ich bin ein verbannter Drache. Weil ich gegen das Himmelgesetz verstoßen habe, soll ich morgen vor dem Menschenrichter Wei Zheng hingerichtet werden. Darum flehe ich Euch an, mich zu retten.“ Taizong sagte: „Wenn es Wei Zheng ist, der euch hinrichten soll, dann kann ich euch retten. Geht nur beruhigt.“ Der Drachenkönig freute sich, dankte und ging. Als Taizong aus dem Traum erwachte, blieb ihm alles im Kopf.

Schon in der fünften Wache, zur dritten Viertelstunde, hielt Taizong Hof und versammelte die zivilen und militärischen Beamten. Es war wahrlich so:

Nebel hüllte die Phönixpforte, Duft umschwebte die Drachenhalle.
Licht bewegte sich an den roten Schirmen, Wolken strichen über die grüne Kaiserfahne.
Herrscher und Beamte standen in Einigkeit, wie einst Yao und Shun;
Ritual und Musik, Würde und Ernst kamen den Han und Zhou nahe.
Lampen der Diener, Fächer der Hofdamen, paarweise spiegelten sie Farben;
Pfauenwände, Einhornhallen, überall lag glänzendes Licht.
Die Menge rief zehntausend Jahre, die heiligen Glückwünsche wünschten tausend Herbste.
Der stille Peitschenknall ertönte dreimal, und in Hut und Gewand verneigte man sich vor dem Kaiser.
Hofblumen strahlten, kaiserlicher Duft drang heran,
auf den Dämmen schimmerten Weiden im Reigen der Hofmusik.
Perlenschleier, Jadenschleier, hoch von goldenen Haken gehalten;
Drachen- und Phönixfächer, Landschaftsfächer, der Schatzwagen hielt still.
Die Beamten des Zivils waren würdevoll, die Militärs aufrecht und stramm.
Der Weg des Hofes teilte sich nach Rang und Würde,
goldene Zeichen und purpurne Bänder ritten auf den drei Elefanten,
ewig, zehntausend Herbste lang.

Nachdem die Beamten ihre Morgengrüße dargebracht hatten, traten sie wieder in Reihen. Taizong ließ mit Drachen- und Phönixblick jeden einzelnen anschauen. Unter den Zivilbeamten waren Fang Xuanling, Du Ruhui, Xu Shiji, Xu Jingzong, Wang Gui und andere; unter den Militärbeamten Ma Sanbao, Duan Zhixuan, Yin Kaishan, Cheng Yaojin, Liu Hongji, Hu Jingde, Qin Shubao und andere. Einer nach dem anderen standen sie würdevoll da, nur Kanzler Wei Zheng war nicht zu sehen. Taizong rief Xu Shiji auf die Halle und sagte: „Ich hatte in der Nacht einen seltsamen Traum. Darin kam ein Mann vor mich, verneigte sich und sagte, er sei der Jing-Fluss-Drachenkönig, habe gegen das Himmelgesetz verstoßen und solle von unserem Menschenrichter Wei Zheng hingerichtet werden. Er bat mich unter Tränen, ihn zu retten, und ich habe es zugesagt. Heute aber ist Wei Zheng allein nicht in der Reihe zu sehen. Warum?“ Shiji antwortete: „Der Traum bedeutet gewiss etwas. Ihr müsst Wei Zheng unbedingt zum Hof rufen und ihn heute nicht hinauslassen; dann könnt Ihr den Drachen aus dem Traum retten.“ Taizong freute sich sehr und schickte sofort Boten aus, um Wei Zheng in die Audienz zu rufen.

Unterdessen saß Kanzler Wei Zheng in seinem Haus und betrachtete nachts die Himmelsbilder. Gerade räucherte er einen Kostbar-Weihrauch an, da hörte er das Rufen der Kraniche aus dem neunten Himmel: Es waren göttliche Boten des Himmels, die einen goldenen Erlass des Jadekaisers überbrachten. Er sollte morgen zur dritten Viertelstunde der Mittagsstunde den alten Drachen des Jing-Flusses im Traum hinrichten. Der Kanzler dankte der himmlischen Gnade, fastete, badete und übte in seinem Haus sein Weisheits-Schwert und sein ursprüngliches Geistselbst. Deshalb war er nicht zum Hof gegangen. Als der Hofbote mit dem Befehl kam, war er voller Schrecken, durfte den Befehl des Herrschers aber nicht verzögern. Also kleidete er sich rasch an, gürtete sich und ging mit dem Befehl zum Hof, wo er vor dem Kaiser niederkniete und um Vergebung bat.

Taizong sagte: „Ich spreche Euch frei von jeder Schuld.“ Damals waren die Beamten noch nicht entlassen; nun befahl man, den Vorhang zu senken und die Audienz zu beenden. Wei Zheng blieb allein zurück, wurde auf den goldenen Thron gerufen und in das innere Palasthaus geführt. Zuerst beriet man über Maßnahmen zur Befriedung des Reiches und zur Festigung des Landes. Kurz vor Ende der Schlangenstunde und Beginn der Mittagsstunde befahl der Kaiser: „Bringt das große Schachbrett her. Ich spiele mit Euch eine Partie.“ Die Hofdamen brachten das Brett und stellten es auf den Kaiserlichen Tisch. Wei Zheng dankte für die Gnade und begann mit Taizong zu spielen, Stein für Stein, Stellung für Stellung.

Ganz entsprechend dem Buch „Lankou“:

Im Spiel ist Vorsicht das Wertvollste. Die höheren Steine gehören ins Zentrum, die tieferen an den Rand, die mittleren in die Ecke; das ist die gewöhnliche Regel. Die Lehre sagt: „Lieber einen Stein verlieren als den ersten Zug verpassen.“ Wer links angreift, muss rechts sehen; wer nach hinten angreift, muss nach vorn schauen. Vorher und nachher müssen ineinander greifen. Zweiergruppen dürfen nicht getrennt werden, beide müssen lebendig bleiben. Zu weit darf man nicht auflockern, zu eng nicht zusammendrücken. Lieber einen Stein opfern und dann gewinnen, als aus bloßer Gier am eigenen Vorteil festzuhalten. Gibt es nichts zu tun, soll man nicht allein vorgehen, sondern stabilisieren und selbst ausgleichen. Ist der Gegner stark und wir schwach, muss man zuerst dessen Leben planen; sind wir stark und er schwach, muss man unsere Kraft entfalten. Wer gut gewinnt, streitet nicht; wer gut aufstellt, kämpft nicht; wer gut kämpft, verliert nicht; wer gut verliert, gerät nicht in Unordnung. Das Spiel beginnt mit dem rechten Zusammentreffen und endet mit dem unvorhersehbaren Sieg. Wenn der Gegner selbständig ergänzt statt zu handeln, ist das ein Zeichen, dass er auf Abriegelung zielt; wer Kleines opfert und nicht rettet, denkt auf das Große hin; wer ohne Plan setzt, ist gedankenlos; wer ohne Überlegung antwortet, geht dem Verlust entgegen. Das Gedicht sagt: „Zittrig und klein im Herzen, als stünde man über einer Schlucht.“ Das ist damit gemeint.

Das Brett ist die Erde, die Steine sind der Himmel,
ihre Farben folgen ganz der Yin-und-Yang-Schöpfung.
Wer bis zu den tiefen und geheimen Wandlungspunkten vordringt,
darf lachend den damaligen Kappenspalter-Unsterblichen loben.

Als Kaiser und Minister miteinander spielten, war die Partie gerade zur dritten Viertelstunde der Mittagsstunde gekommen. Das Endspiel war noch nicht zu Ende, da beugte sich Wei Zheng plötzlich vor den Tisch und nickte mit lautem Schnarchen ein. Taizong lachte: „Euer Kanzler ist wahrlich müde von der Sorge um Reich und Staat und erschöpft von der Kraft, mit der er das Reich gegründet hat; darum nickt Ihr unbemerkt ein.“ Der Kaiser ließ ihn schlafen und rief ihn nicht.

Nach einer Weile erwachte Wei Zheng, warf sich auf den Boden und sagte: „Ich verdiene zehntausendfachen Tod, zehntausendfachen Tod! Eben war ich vor Müdigkeit benommen und wusste nicht, was ich tat. Bitte verzeiht mir die Respektlosigkeit gegen den Herrscher.“ Der Kaiser sagte: „Welche Respektlosigkeit solltet Ihr begangen haben? Steht nur auf, räumt die Reste des Spiels zur Seite und lasst uns neu beginnen.“

Wei Zheng dankte für die Gnade, nahm gerade einen Stein in die Hand, als draußen am Tor der Halle plötzlich lautes Geschrei ertönte. Es waren Qin Shubao, Xu Maogong und andere, die einen blutigen Drachenkopf mitbrachten und vor dem Kaiser niederwarfen: „Eure Majestät, man hat wohl schon trockene Flüsse und seichte Meere gesehen, aber solch ein Wunder nie gehört.“ Taizong und Wei Zheng standen auf und fragten: „Woher kommt dieses Ding?“ Shubao und Maogong sagten: „Südlich des Tausendschrittgangs, an der Kreuzung der vier Straßen, fiel aus den Wolken dieser Drachenkopf herab. Eure Majestät, wir wagen es nicht, es nicht zu melden.“

Taizong erschrak und fragte Wei Zheng: „Was soll das bedeuten?“ Wei Zheng drehte sich um, kniete nieder und sagte: „Das war der Drachen, den ich soeben im Traum enthauptet habe.“ Taizong war bei diesen Worten höchst erstaunt: „Als Ihr vor Müdigkeit nicktet, habt Ihr Euch doch weder bewegt noch die Hand erhoben, und Ihr hattet doch weder Schwert noch Klinge. Wie habt Ihr dann diesen Drachen enthauptet?“ Wei Zheng meldete: „Mein Herr, mein Körper war zwar vor Euch, aber mein Traum verließ Eure Gegenwart. Während mein Leib vor Eurem Angesicht saß und die Endstellung des Spiels sah, war mein Auge halb geschlossen und verschwommen; im Traum verließ ich Euer Antlitz, ritt auf glückverheißenden Wolken und war ganz wach. Der Drache lag auf der Schinderdrachenplattform, von Himmelskriegern gefesselt. Ich sagte zu ihm: ,Du hast gegen das Himmelgesetz verstoßen und musst sterben. Ich handle nach Himmelsbefehl und beende dein Restleben.‘ Als der Drache die leidvolle Klage hörte, sammelte ich meine Kraft. Der Drache hörte die Klage, zog seine Krallen ein, verbarg die Schuppen und nahm den Tod bereitwillig an; ich sammelte meine Kraft, hob das Gewand, trat vor und erhob die frostige Klinge. Mit einem scharfen Krach der Klinge fiel der Drachenkopf und sank in die Leere.“

Als Taizong das hörte, war sein Herz zugleich traurig und froh. Er freute sich, weil er Wei Zheng als guten Minister lobte: Mit solch einem Helden im Hof, warum sollte man sich um die Sicherheit des Reiches sorgen? Er war traurig, weil er im Traum versprochen hatte, den Drachen zu retten, doch dieser nun erschlagen worden war. Er musste sich mit Mühe fassen, ließ Qin Shubao anordnen, den Drachenkopf auf dem Marktplatz aufzuhängen und den Leuten von Chang'an zur Kenntnis zu bringen. Zugleich belohnte er Wei Zheng, und die Beamten zerstreuten sich.

Am Abend kehrte er in den Palast zurück und war nur noch bekümmert. Er dachte an den Drachen aus dem Traum, wie der klagend um sein Leben gebeten hatte, und wer hätte geahnt, dass das Schicksal sich nicht vermeiden lässt. Lange sinnierend wurde sein Geist müde, und sein Körper fühlte sich unwohl.

Gegen die zweite Nachtwache hörte man draußen am Palasttor Klage und Wehgeschrei. Taizong erschrak noch mehr. Gerade in halb schlafendem Zustand sah er wieder den Jing-Fluss-Drachenkönig, der einen blutigen Kopf in der Hand hielt und laut rief: „Tang-Taizong, gib mir mein Leben zurück! Gib mir mein Leben zurück! Letzte Nacht hast du mir vollmundig versprochen, mich zu retten. Warum hast du heute Morgen stattdessen den Menschenrichter rufen lassen, um mich zu töten? Komm heraus, komm heraus, ich will mit dir vor dem Höllenrichter die Sache ausfechten.“ Er packte Taizong und schrie immer wieder, ohne ihn loszulassen. Taizong konnte vor Schreck kein Wort herausbringen und schwitzte am ganzen Körper.

In diesem unauflösbaren Augenblick sah man südlich des Palastes duftende Wolken wirbeln und bunte Nebel schweben. Eine weibliche Unsterbliche trat vor, schwenkte einen Weidenzweig mit der Hand, und der kopflose Drache weinte kläglich und ging geradewegs nach Nordwesten davon. Das war Guanyin-Bodhisattva, die auf Buddha-Befehl in das Ostland aufbrach, um den Schriftenholer zu suchen. Sie hatte im Erdtempel der Hauptstadt Chang'an übernachtet und hörte nachts Geisterklagen und Götterrufe. Deshalb vertrieb sie den karmischen Drachen und rettete den Kaiser. Der Drache ging direkt in die Unterwelt, um dort seinen Fall zu melden; darüber braucht man nicht weiter zu sprechen.

Taizong erwachte schließlich und schrie nur noch: „Ein Geist! Ein Geist!“ Da erschraken die drei Paläste der Kaiserin, die sechs Innenhöfe der Konkubinen und die Hofdiener so sehr, dass sie die ganze Nacht kein Auge zutaten.

Unversehens war es die dritte Viertelstunde der fünften Wache, und die zivilen und militärischen Beamten standen bereits vor dem Hoftor, um zur Audienz zu warten. Als die Sonne aufging, war der Kaiser noch immer nicht erschienen. Einer nach dem anderen wurden sie unruhig und warteten voller Schrecken. Erst als die Sonne drei Stäbe hoch stand, erging der Befehl: „Dem Kaiser ist nicht wohl. Die Beamten brauchen nicht zur Audienz zu kommen.“ Ohne dass sie es merkten, vergingen fünf oder sieben Tage. Die Beamten waren voller Sorge und wollten schon das Tor aufstoßen, um den Herrscher aufzusuchen und nach seinem Befinden zu fragen, als ein Befehl der Kaiserin kam, einen Arzt in den Palast zu rufen und Medikamente zu geben. Alle warteten am Hoftor auf Nachricht. Kurz darauf kam der Arzt heraus; die Beamten fragten, was für eine Krankheit vorliege.

Der Arzt sagte: „Die Pulsenergie des Herrschers ist nicht richtig, schwach und zugleich schnell, und er redet wirr von Geistern. Außerdem ist zu erkennen, dass jeder zehnte Schlag aussetzt und die fünf Organe ohne Energie sind. Ich fürchte, dass sein Ende innerhalb von sieben Tagen kommen könnte.“ Als die Beamten das hörten, erschraken sie zutiefst.

Gerade in dieser Bestürzung erging ein weiterer Befehl der Kaiserin, der die Beamten Xu Maogong, den Schutzfürsten und Yuchi Gong zum Hof rief. Die drei Herren folgten dem Befehl und eilten unter die geteilte Palasthalle. Nach der Verbeugung sagte Taizong mit ernster Miene und kraftloser Stimme: „Ihr Herren, als ich mit neunzehn Jahren Truppen führte und Süd und Nord eroberte, Osten und Westen abwehrte, habe ich über Jahre schwer gekämpft und nie auch nur einen Hauch von Gespenstern gesehen. Heute aber sehe ich plötzlich Geister.“

Yuchi Gong sagte: „Wer ein Reich gründet und unzählige Menschen tötet, sollte sich vor Geistern doch nicht fürchten.“ Taizong sagte: „Ihr glaubt mir nicht. Vor meiner Schlafkammer werden nachts Ziegel geworfen und Dachziegel geschlagen, Geister und Dämonen schreien, und das ist wirklich schwer zu ertragen. Tagsüber ist es noch erträglich, aber in der Dunkelheit nicht mehr.“

Shubao sagte: „Eure Majestät, beruhigt Euch. Diese Nacht werden wir mit Jingde die Palasttore bewachen und sehen, was für Geister kommen.“ Taizong genehmigte es. Maogong dankte und ging hinaus. Am selben Abend rüsteten sich die beiden; sie legten ihre Rüstungen an, hielten goldene Morgensterne und Äxte in den Händen und bewachten das Tor des Palastes. Gute Generäle! Seht nur, wie sie gekleidet waren:

Goldhelme glänzten hell, Panzer glänzten wie Drachen-Schuppen. Vor der Brust schimmerte ein Spiegel unter glückverheißenden Wolken, die Löwenringe waren straff geschlossen, die bestickten Bänder neu wie Farbwolken. Der eine hatte Augen wie ein aufsteigender Phönix und erschreckte selbst die Sterne; der andere hatte Ringaugen, in deren Glanz das Mondlicht spiegelte. Sie waren einst Helden und verdiente alte Diener, und doch wurden sie auf tausend Jahre zu Torwächtern und auf Ewigkeit zu Türgöttern.

Die beiden Generäle standen am Tor, und die ganze Nacht bis zum Morgen sah man nicht die Spur eines Gespenstes. In dieser Nacht schlief Taizong ruhig im Palast. Am Morgen ließ er die beiden Generäle rufen und belohnte sie reichlich: „Seit ich krank wurde, konnte ich mehrere Tage nicht schlafen. In dieser Nacht habt ihr mir mit eurer Kraft Ruhe verschafft. Geht nun und ruht euch aus, und seid abends wieder als Wachen da.“ Die beiden dankten und gingen hinaus.

So hielten sie zwei oder drei Nächte lang ohne Zwischenfall Wache. Nur das kaiserliche Essen nahm ab, und die Krankheit wurde schlimmer. Taizong wollte die beiden Generäle nicht länger so hart beanspruchen. Also rief er Shubao, Jingde sowie Du und Fang in den Palast und sagte: „In diesen zwei Tagen war ich zwar ruhig, aber es ist mühsam für Qin und Hu, Nacht für Nacht Wache zu halten. Ich möchte geschickte Maler rufen lassen und die wahren Gesichter der beiden Generäle auf das Tor kleben lassen, damit sie nicht weiter belastet werden. Was meint ihr?“ Die Beamten folgten dem Befehl, wählten zwei gute Porträtmaler aus und ließen Hu und Qin wieder in voller Rüstung posieren, damit sie ihre Gestalten abmalten und an das Tor kleben konnten. In der Nacht war dann ebenfalls alles ruhig.

So ging es zwei oder drei Tage weiter, da hörte man plötzlich am Hintertor wieder ein Krachen und das Scheppern von Ziegeln. Am Morgen ließ der Kaiser die Beamten rufen und sagte: „An den letzten Tagen blieb das Vordertor glücklicherweise ruhig, nun lärmt auch noch das Hintertor. Wird das etwa nicht wieder zu meinem Schrecken führen?“ Maogong trat vor und meldete: „Wenn das Vordertor nicht ruhig ist, bewachen Jingde und Shubao es. Wenn das Hintertor nicht ruhig ist, sollte Wei Zheng dort Wache halten.“ Taizong genehmigte es und befahl Wei Zheng für diese Nacht an das Hintertor. Wei Zheng nahm den Befehl entgegen, rüstete sich in dieser Nacht ordentlich aus und trug das Drachenhinschlacht-Schwert in der Hand, als er vor dem Hintertor stand. Wahrlich ein großer Held! So war er gekleidet:

Ein breites blaues Tuch band die Stirn, ein Brokatgewand mit Jadegürtel hing am Leib. Die weiten Ärmel des Windmantels flatterten wie Reif und Schnee. Schwarze Stiefel standen fest am Boden, in der Hand hielt er eine scharfe Klinge, wild und kühn. Mit weit aufgerissenen Augen blickte er ringsum; welcher böse Geist hätte sich da noch wagen sollen? Die ganze Nacht blieb es hell und klar, und auch hier gab es keine Geister. Vorn und hinten blieb alles ruhig, nur sein Körper wurde immer schwächer.

Eines Tages erließ die Kaiserin erneut einen Befehl und rief die Beamten zusammen, um über die Beerdigung und die letzten Angelegenheiten zu beraten. Taizong rief noch einmal Xu Maogong und vertraute ihm die Staatsgeschäfte an, ermahnte ihn und erinnerte an das Vorbild von Liu Shubao, der seine Waisenkinder in Obhut gegeben hatte. Nachdem er gesprochen hatte, badete er, wechselte die Kleidung und wartete nur noch auf den Zeitpunkt.

Da trat Wei Zheng zur Seite, packte den Drachenrock und meldete: „Eure Majestät, beruhigt Euch. Ich habe eine Sache, und die kann Euch gewiss langes Leben sichern.“ Taizong sagte: „Die Krankheit ist bereits tief in die Eingeweide eingedrungen, mein Leben hängt am seidenen Faden. Wie sollte man es da sichern können?“ Wei Zheng sagte: „Ich habe einen Brief. Ich überreiche ihn Eurer Majestät. Ihr könnt ihn in die Unterwelt mitnehmen und dem Beamten Cui Jue von Fengdu geben.“ Taizong fragte: „Wer ist dieser Cui Jue?“ Wei Zheng sagte: „Cui Jue war einst ein Beamter vor dem Antlitz des früheren Kaisers. Zunächst war er Kreisbeamter von Cizhou und wurde später zum stellvertretenden Minister des Ritenamts befördert. Zu Lebzeiten war er mit mir wie ein Blutsbruder in achtfacher Verbeugung verbunden und uns sehr nah. Jetzt ist er tot und dient in der Unterwelt als Fengdu-Beamter, der die Register von Leben und Tod verwaltet. Im Traum begegnen wir uns oft. Wenn Ihr diesen Brief ihm übergebt, wird er an meinen geringen Gefallen denken und Eurer Majestät gewiss die Rückkehr erlauben. So wird Eure Seele wieder ins Reich der Lebenden zurückkehren und Euer kaiserliches Antlitz ins Reich der Tang zurückkehren.“ Als Taizong das hörte, nahm er den Brief in die Hand, steckte ihn in den Ärmel und schloss dann die Augen und starb. Die drei Paläste, sechs Höfe, Kaiserin und Konkubinen, Diener und Thronerben sowie die zivilen und militärischen Beamten legten alle Trauer an. Dann stellte man im Weißen-Tiger-Palast den Sarg auf. Wie Taizong wieder ins Leben zurückkehrt, weiß man noch nicht. Hört im nächsten Kapitel weiter.