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demons Chapter 50

Einhorn-Dämonenkönig

Also known as:
Einhorn-Usurpator Grüne Ochsendämon Grüner Ochse

Der Einhorn-Dämonenkönig ist die grüne Ochsenverwandlung des Reittiers von Taishang Laojun. Er stahl während Laojuns Verwandlung in den Buddha in der Fremde den Vajra-Ring und machte im Jindou-Berg den Jindou-Höhlenberg zu seinem Reich. Der Vajra-Ring kann jede Waffe und jedes magische Gerät einsammeln und machte die Kämpfe um den Berg zu einer Kette von Niederlagen für Wukong, der immer wieder um Verstärkung bitten musste. Am Ende kam nur Laojun selbst hinab, trieb den Ochsen mit dem Bananenfächer aus und führte ihn mit einem Nasenring zurück in den Doushuai-Palast.

Einhorn-Dämonenkönig grüner Ochsendämon Vajra-Ring Jindou-Berg Reittier von Taishang Laojun Jindou-Höhle Laojun und der grüne Ochse Reise nach Westen Einhorn-Dämonenkönig

Der Goldstab war weg, die Feuerpech-Sands waren weg, das Wasser des Wasserstern-Gottes war weg, sogar die Waffen der achtzehn Arhats waren weg. Ein einziger Kreis hatte das Waffenlager von Himmel und Buddha leergefegt. Dieser Dämon war der Einhorn-Dämonenkönig, ein grüner Ochse, der mit einer Stangenwaffe im Jindou-Berg saß und einen leuchtenden Eisenring am Gürtel trug: den Vajra-Ring. Er war kein Urmonster und kein uralter Gott, sondern einfach Laojuns Reittier, das sich in Abwesenheit des Herren davongestohlen hatte.

Die Geschichte ist weniger eine Frage roher Stärke als eine Frage der völligen Ohnmacht von Wukongs üblichen Lösungen. Schlagen half nicht. Verstärkung wurde eingesammelt und verlor ihre Waffen. Selbst die Hilfe aus dem Buddha-Reich wurde leergeräumt. Erst als Taishang Laojun selbst erschien, war die Sache wieder auf die einfachste aller Arten lösbar: das eigene Rindvieh am Nasenring heimzuführen.

Gerade dieses Hin und Her macht den Dämonenfall so reizvoll. Er zeigt, wie Wu Cheng'en mit wiederholter Niederlage arbeitet: nicht, um den Helden kleinzumachen, sondern um die Reichweite seiner Antworten immer enger zu ziehen, bis nur noch der Ursprung selbst die Lage beheben kann.

Der grüne Ochse aus dem Doushuai-Palast

Der eigentliche Körper des Dämonenkönigs ist ein grüner Ochse, das Reittier von Taishang Laojun. In der daoistischen Bildwelt ist dieser Ochse mit Laojuns legendärem Gang durch den Hangu-Pass verbunden. Bei Wu Cheng'en wird daraus ein Tier, das über viele Jahre im Doushuai-Palast von himmlischem Atem durchtränkt wurde und längst zu einem Dämon geworden ist.

Als Wukong in Kapitel 52 seine Herkunft nachverfolgt, reagiert Laojun zuerst nicht auf den verlorenen Ring, sondern auf den verschwundenen Ochsen. Das sagt schon alles: Für ihn ist das Tier nicht bloß ein Reittier, sondern ein Wesen mit eigener Selbstständigkeit. Dass der Ochse ausgerechnet während Laojuns Reise zur "Verwandlung der Barbaren" verschwand, macht die Sache noch merkwürdiger. Die Geschichte klingt offiziell wie ein Unfall, wirkt aber eher wie eine stille Flucht.

Diese Herkunft erklärt auch die Selbstsicherheit des Dämonenmannes. Er wirkt nicht wie ein improvisierter Wildling, sondern wie jemand, der immer schon in der Nähe der höchsten Ordnung stand und deshalb glaubt, überall mitspielen zu können.

Der Vajra-Ring als ultimative Entwaffnung

Der Vajra-Ring ist die eigentliche Bedrohung. Er nimmt alles weg, was geformt, geworfen oder getragen wird. Wukongs Goldstab, Nezhas Waffen, Feuer- und Wassergötter, die Sandformation der achtzehn Arhats - alles wurde eingesammelt. Anders als viele andere Schatzstücke braucht der Ring keine komplizierten Bedingungen. Man wirft ihn, und die andere Seite steht ohne Ausrüstung da.

Darum ist der Ring so entmutigend: Er schlägt nicht einfach zu, er entzieht dem Gegner erst einmal jede Möglichkeit, überhaupt zu kämpfen. Wukongs übliche Strategie - noch stärkere Hilfe holen - wurde genau dadurch zerstört. Jeder neue Helfer brachte nur weiteres Gerät mit, das der Ring ebenfalls schluckte. Die Waffe ist also nicht nur stark, sondern gegen Rüstungslogik selbst gerichtet.

Wukongs Kette von Niederlagen

Zuerst kam Nezha mit einer großen himmlischen Streitmacht. Seine sechs Waffen wurden sofort eingesammelt. Dann folgten Feuer- und Wassergottheiten, doch auch Flammen und Wasser verschwanden im Ring. Schließlich brachte Wukong die achtzehn Arhats mit ihrem Goldsand. Auch dieser Plan scheiterte.

Die Härte dieser Episode liegt darin, dass selbst die Buddha-Seite mit einem vorgesehenen Gegenmittel scheiterte. Als Laojun Wukong schließlich sagt, er solle den Fall im Doushuai-Palast klären, wird klar: Das ist kein Fall für mehr Gewalt, sondern für Eigentumsrecht. Der Ochse gehört zurück an seinen Platz. Die Niederlage ist deshalb nicht zufällig, sondern strukturell.

Laojuns Rückführung

Als Laojun selbst erscheint, endet die ganze Schlacht in einem Bild mit fast komischer Einfachheit. Mit dem Bananenfächer treibt er den grünen Ochsen in seine wahre Gestalt, zieht einen Nasenring durch und führt ihn heim. Kein heroischer Endkampf, keine göttliche Explosion, nur die Rückholung eines ausgebüxten Reittiers.

Das ist die Pointe der ganzen Episode: Der stärkste Gegner ist nicht einfach ein besonders mächtiger Dämon, sondern ein gestohlenes Eigentum mit geliehenem Werkzeug. Sobald der Besitzer kommt, wird aus dem Albtraum wieder ein Haustier. Die Szene wirkt dadurch fast trocken, aber gerade diese Trockenheit ist das Komische an ihr.

Was die Episode über Macht verrät

Die Szene zeigt auch, wie eng in Die Reise nach Westen Eigentum und Macht zusammenhängen. Solange der Ochse den Ring besitzt, kann er Himmel und Buddha entwaffnen. Sobald Laojun auftaucht, zeigt sich aber, wem die Ordnung wirklich gehört. Der Ring ist nicht seine Macht, sondern nur geliehenes Werkzeug.

Gerade darin liegt der eigentliche Spott der Episode: Der unbesiegbar scheinende Gegner wird am Ende nicht überwältigt, sondern abgeholt.

So bleibt am Schluss kein großer Sieg, sondern eine stille Rücknahme. Genau das macht den Bergkämpfen ihren eigentümlichen Nachgeschmack. Die Sache endet nicht mit Vernichtung, sondern mit Rückführung in die Hierarchie.

Verwandte Figuren

  • Taishang Laojun - der Herr des Ochsen und Besitzer des Vajra-Rings
  • Sun Wukong - der Gegner, dessen Goldstab und Verstärkungen alle entwaffnet werden
  • Nezha - führt den ersten himmlischen Angriff an und verliert seine Waffen
  • Buddha Rulai - schickt die achtzehn Arhats mit Goldsand, der ebenfalls eingesammelt wird
  • Zhu Bajie - gehört zur Pilgergruppe, die in der Jindou-Episode feststeckt
  • Sha Wujing - ebenfalls in den Bergkämpfen gefangen
  • Tang Sanzang - wird im Jinou-Berg in die Höhle verschleppt

Story Appearances

First appears in: Chapter 50 - Wenn Begierde den Geist verwirrt, begegnet man dem Dämonenhaupt

Also appears in chapters:

50, 51, 52

Tribulations

  • 50
  • 51
  • 52